Feiern, Lesen, Beten in Sunchon, Yulpo und Mokpo

Die Tage in Yulpo sind ruhig gewesen. Das habe ich nach Seoul auch noch mal gebraucht, einfach einen ganzen Tag am Strand sitzen, ein Buch lesen, keine Besichtungspläne, keine Sorge um Essen, einfach nur leben und leben lassen, unter den Kiefern zu sitzen und aufs Meer mit den kleinen Inselgruppen zu schauen. Ich stelle fest, dass es mit etwas schwererfaellt neue Besonderheiten der Kultur zu berichten, weil viele Dinge mir gar nicht mehr so besonders vorkommen. Man gewoehnt sich an die Fahrweise der Koreaner genau so wie an die Schaerfe der Speisen. Beim Essen ist es sogar so, dass ich eine Lust verspuere etwas Scharfes zu Essen, so als ob man suechtig davon wird. Achja, neue Bilder gibts jetzt auch!!

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Seoul, viele Menschen und koreanische Gastfreundschaft

Kann man sich das vorstellen, dass 20 Millionen Menschen auf einem uebersichtlichen Flecken Erde wohnen, leben, arbeiten, sich verlieben, ausgehen, auf Toilette muessen und was weiss ich nicht alles. Alles dies passiert tagtaeglich hunderttausendfach ganz nah beieinander in Seoul, ohne dass es etwas besonderes dabei gaebe, so scheint es zuerst. Bevor ich aber von Seoul berichte, muss ich nochmal ins Krankenhaus Asan zurueckspringen, naemlich zu meinen letzten Tag dort.

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Das Krankenhaus Asan in Boseong

Ich habe mich verliebt in Korea. Ich muss es zugeben, ich haette es so nicht erwartet, aber mittlerweile ist es mir ziemlich klar geworden. Ich werde dieses Land nicht mehr einfach so hinter mich lassen koennen, als Punkt auf der Landkarte, den ich besucht habe. Bei allem Respekt vor meiner eigenen Familie, so bin ich auch hier wie ein Familienmitglied aufgenommen worden. Zwei Dinge haben mich besonders beeindruckt. Die Berge, auf koreanisch „San“ 산, aber auch die Menschen, vor allem die Krankenschwestern und Aerzte, aber auch die Patienten des Krankenhaus Asan in der naechstgroesseren Stadt Boseong.

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Das Restaurant Sang-Ah in Yulpo

Die ersten Tage in Korea habe ich bei den Eltern meines Freundes verbracht. Die Eltern von meinem Freund betreiben zusammen mit seinen Onkel und Tante das Restaurants Sang-Ah in Yulpo, dazu gehoert auch ein kleiner Supermarkt und ein paar Gaestezimmer, alles direkt an einem Strand mit traumhaftm Ausblick auf die Inseln vor Koreas Suedkueste. Ich muss sagen, ich habe mich in die koreanischen Berge verliebt.

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Der Flug und die Weiterreise nach Yulpo

Hallo liebe Freunde,

안녕하세요: für den, der es nicht lesen kann: „Anyeong haseo“, was soviel heißt wie: Guten Tag! oder genauer genommen: Lebst du in Frieden?

Es ist für mich ein Kulturschock in kleinen Schritten: Zuerst ist mein koreanischer Freund der Fremde in meinem Heimatland. Mit jeder weiteren Etappe Richtung Seoul sind immer mehr Koreaner um uns herum. Spätestens in Helsinki, als wir in das Flugzeug nach Seoul steigen, ist mir klar geworden, dass ich die Ausnahme geworden bin und er die Regel. Es sind nur Äußerlichkeiten, aber meine zweite Lidklappe und noch andere körperliche Merkmale zeigen auf den ersten Blick, dass ich Ausländer bin, ohne dass ich ein Wort gesprochen hätte. Bei meinen Reisen in Europa war das noch anders.

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Ankunft in Korea – Alles gut!

Dies soll nur als erste kleine Meldung aus Korea dienen. Wir sind gut angekommen und wohnen erstmal bei den Eltern meines Kumpels. Ich würde gerne viel mehr berichten können, aber wir sitzen hier in einem koreanischen PC-Zimmer und hier geht es zu wie im Krieg: es wird geschossen, geraucht und ohne Unterlass gemordet: Alles nur virtuell, aber für mich doch etwas zu anstrengend um von meinen Eindrücken zu berichten. Das Fazit: Mir gehts super, ich hoffe Euch auch!

Viele Grüße aus Korea!

 Und hier noch ein paar lustige koreanische Zeichen, weil ich mir hier die Finger an einer koreanischen Tastatur zerbreche:

렁하ㅣㄴ엃ㅀ나ㅓㅇㄹ헐ㄴㄹ호로ㅡㄹ오휴눗ㄴㅅㄱㄴㄳ올;ㅣ후노ㅔ개시슈눌휴ㅐ녀ㅛㅜㄱ슈로ㅠㅜㄱ수ㅕㅠㄴ

Noch zweimal Schlafen

Nun sind es wirklich die letzten Vorbereitungen vor der Reise. Die letzte Hausarbeit fertig geschrieben, Wäsche gewaschen und Aufgaben erledigt. Morgen ist der letzte Tag im Heimatland, und dieser Tag ist ausgefüllt. Bücher wegbringen, Koffer packen und Gastgeschenke für die koreanischen Gastgeber kaufen. Letzteres schien mir die schwierigste Aufgabe zu sein. Schlußendlich habe ich mich entschieden Süßigkeiten für die Koreaner zu kaufen, in rauen Mengen, und zu hoffen, dass sie Flug und Reise überstehen. 5 Wochen werden eine lange Zeit sein, vor allem, da ich keine Pläne habe. Werde ich „Lost in Translation“ sein? Zumindest vertraue ich auf den guten Service finnischer Stewardessen. Und darauf, dass es bestimmt eine gute Erfahrung wird. Ich sollte nicht vergessen Bücher mitzunehmen!