Zu Hause – Dankbarer Rückblick auf eine lohnenswerte Reise

Jetzt sitze ich wieder in meinem Lieblingscafé im Caféleven in der Nassestrasse. Ich bin zu Hause. Wie es so bei Reisen ist, lernt man nicht nur über das Land in das man reist, sondern viel mehr über seine eigene Heimat. Ein schönes Beispiel, dass mir heute beim Gespräch mit einer Freundin aufgefallen ist: Wieviel verschiedene Möglichkeiten der Tickets es in der Bahn gibt. In Korea (oder Mexiko) gibt es im Regionalverkehr genau ein Ticket, ein Preis. Egal ob eine Station oder zehn. Egal ob  Fahrrad, Oma, Kind oder Rollstuhlfahrer mit Bonn-Ausweis. Deutsche Genauigkeit. Oder die Formen der menschlichen Beziehungen. Vieles davon kann man einfach nicht erklären, was für ein Gefühl das ist, wenn man in eine deutsche Disko geht. Es ist anders, ich vermisse eine Wärme zwischen den Menschen, es ist alles so subtil hier. Aber man kann es nicht wirklich erklären. Es ist auch nicht, dass ich sagen möchte, es ist schlechter hier, und alles besser dort. Überhaupt nicht. Aber es ist gut und wichtig zu erkennen, welche Möglichkeiten es gibt.  Zu Hause – Dankbarer Rückblick auf eine lohnenswerte Reise weiterlesen

Erntedankfest in Yulpo – Abschiedsschmerz und Heimweh

Hier ist vermutlich mein vorletzter Bericht aus Korea. An diesem Wochenende haben wir Erntedank gefeiert, hier wird es Chuseok genannt. Und die Abschiedsfeiern nehmen langsam aber sicher ein Ende, es ist zugleich schmerzlicher Abschied und zugleich freudiges Erwarten der Heimkehr. Interessantes gibts von der Totenkultur zu berichten. Erntedankfest in Yulpo – Abschiedsschmerz und Heimweh weiterlesen

Josu, Busan & Gyeongju und viel Soju im Blut

Die letzte Woche bricht an und in mir herrscht ein wenig Aufbruchstimmung, zumindest finden jetzt die letzten Familientreffen und Abendessen mit den Freunden des Krankenhauses statt und man merkt, dass ein Tropfen Abschied in der Luft liegt. Mir scheint auch, dass 5 Wochen genau der richtige Zeitraum war, denn mittlerweile habe ich das Gefuehl, dass der 4. Tempel den anderen schon sehr aehnlich ist. Die Staedte gleichen sich immer mehr. Trotzdem gibts noch Schoenes zu berichten von meinen Ausfluegen nach Josu, Busan und Gyeong-Ju.

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Jejudo – Die Insel fuer koreanische Flitterwochen

Heute bin ich in Josu, eine kleine Stadt an der Suedkueste. Mein koreanischer Freund hat hier 8 Jahre lang gelebt, von 10 bis 18 Jahre. Fuer ihn hat sich so viel veraendert hier, auch er ist ein Fremder geworden, wir fuehlen uns beide etwas fremd. Heute war etwas ruhiger, durch die Stadt haben wir beide an unsere Vergangenheit gedacht, wo wir aufgewachsen sind, haben uns Schwaenke aus unserer Jugendzeit erzaehlt (ich fuehle mich ja noch ganz jugendlich, aber es wandelt sich etwas) und lange still gesessen und nachgedacht. Viel nachgedacht habe ich auch auf der Insel Jejudo, aber nun genug des Denkens, mehr von den Erlebnissen auf der Insel.

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